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Analog-Digital-Umstieg 2.0

AG Digitalisierung verabschiedet Roadmap für analoge Sat-Abschaltung

Seit dem 17. Februar steht fest: Die Roadmap für die analoge Sat-Abschaltung ist in der zweiten Version verabschiedet worden. DIGITAL INSIDER erfuhr erste Details. Die Roadmap 2.0 teilt sich in vier Kategorien, die den Zeitraum bis ins Jahr 2013 beschreiben. Für den Satelliten bleibt es beim spätesten Abschalttermin 30. April 2012. Da die Roadmap aber auch die Belange der Kabelnetzbetreiber berücksichtigt, ohne dass ein Abschaltdatum für das analoge Kabelsignal genannt wird, geht sie über dieses Datum hinaus.
Neben dem Thema Kabel geht es in einer weiteren Kategorie um die Dachkommunikation zum Analog-Digital-Umstieg. Die dritte Kategorie besteht aus dem Monitoring der Marktzahlen, in dem der Wandel von der analogen zur digitalen Übertragung festgehalten werden soll. Die letzte Kategorie sorgte für die größte Diskussion bei der Sitzung der AG Digitalisierung der Deutschen TV-Plattform (DTVP). Dabei geht es um die Videotextseite, mit der die betroffenen analogen Sat-Haushalte über die bevorstehende Abschaltung ihres TV-Signals informiert werden sollen.
Der Mechanismus wurde anhand einer Demonstration auf der Sitzung vorgestellt. Die Videotextseite wird analog über Astra ausgestrahlt. Somit empfangen aber auch diejenigen Kabelkunden diese Seite, deren Kabelnetzbetreiber das analoge TV-Signal über Astra in ihre Netze einspeisen, jedoch von der analogen Sat- Abschaltung nicht betroffen sind.

Reanalogisierung

Natürlich kann der Kabelnetzbetreiber jede Verwirrung vermeiden, wenn er rechtzeitig nur noch digitale Signale in seine Netze einspeist. Es kann als Erfolg der AG Digitalisierung angesehen werden, dass die Reanalogisierung nun als allseits akzeptierter Schritt gilt. Das war vor Monaten noch nicht der Fall. Spätestens mit Beginn der sogenannten Penetrationsphase kurz vor dem 30. April 2012 sollte jeder Kabelnetzbetreiber voll reanalogisieren, denn dann werden die TV-Sender per Bildschirmeinblendungen über die Analogabschaltung informieren.
Der Videotextmechanismus ist eine Empfehlung der DTVP. Die Entscheidung liegt bei den Programmanbietern, die nun überlegen, ob, und wenn ja, wann sie die Videotextseite aufschalten wollen. Das setzt natürlich voraus, dass sie sich über einen konkreten Abschaltzeitpunkt Gedanken machen.

Projektbüro

Zur geplanten Kommunikation gehört auch die Entwicklung eines Brandings. Dies wird in das Aufgabenfeld des noch zu gründenden Projektbüros nach Vorbild der Stellen, die bei der DVB-T-Einführung in den diversen Bundesländern aufgebaut wurden, fallen. Die Federführung für dieses Büro haben die Landesmedienanstalten.
Das nächste Mal wird sich die AG Digitalisierung Anfang Mai zusammensetzen, eventuell zur Anga Cable. Bis dahin soll geklärt sein, ob sich genügend Programmanbieter für den Videotextmechanismus entschieden haben. Darüber hinaus will man anhand von Marktzahlen die Effekte des Analog-Digital-Umstiegs überprüfen. Dann liegen auch die Daten des Satellitenmonitors von Astra vor.
Vielleicht sind bei diesem Treffen auch die Verbraucherschützer mit am Tisch, die bei der Verabschiedung der Roadmap 2.0 noch fehlten. Nach Aussage des AGVorsitzenden Jörg-Peter Jost steht die Einladung dauerhaft.

mh
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